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Bischöfe gegen Freigabe von Drogen

Die katholischen Bischöfe Nicaraguas haben sich in der aktuellen Legalisierungs-Debatte gegen eine Freigabe von Drogen ausgesprochen. Der Tageszeitung "El Nuevo Diario" (Dienstag) sagte der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Bischof Socrates Rene Sandigo, die Theorie, dass die Freigabe zu einem Rückgang des Drogenkonsums führe, sei falsch. "Die Konsequenzen für die Gesellschaft werden noch schlimmer als die, die wir jetzt schon haben", erklärte der Oberhirte von Juigalpa. Durch eine Legalisierung würden die Menschen der Zerstörung der eigenen Gesundheit ausgeliefert.

Zugleich begrüßte Sandigo, dass die Politik sich des Themas annehme. Man müsse zuhören, diskutieren und später eine kritische Bilanz ziehen, so der Konferenzvorsitzende mit Blick auf die in den kommenden Wochen anstehenden Gipfeltreffen der Politik. Die Präsidenten der mittelamerikanischen Länder treffen sich am 24. März in Guatemala, um drei Wochen vor dem Amerika-Gipfel im kolumbianischen Cartagena über das Thema "Entkriminalisierung der Drogen" zu diskutieren. In Cartagena wollen die 34 Staats- und Regierungschefs aus Nord- und Südamerika sowie der Karibik über neue Wege im Kampf gegen den Drogenhandel diskutieren.

Quelle: KNA