|

Bischöfe fordern mehr Schutz für Migranten

Die Bischofskonferenzen Mittelamerikas und der USA fordern mehr Engagement der Politik beim Schutz von Migranten. In einer gemeinsamen Erklärung der Bischöfe heißt es, dass die Regierungen dafür eine rechtliche Grundlage schaffen sollten und Straftaten verfolgen müssten, auch wenn es sich bei Opfern um illegale Einwanderer handelt. Die Länder profitierten schließlich auch von den Geldsendungen der Auswanderer in die Heimat.

Die Erklärung folgte auf ein Treffen, das Anfang Juni in Costa Rica stattfand. Bischöfe aus Mexiko, Panama, Guatemala, Honduras, Costa Rica und den USA gingen in der Erklärung insbesondere auf die Situation in Mexiko ein. Kriminelle Banden würden Migranten immer wieder verletzen, entführen oder ermorden. Die Regierung setze diesen Straftaten zu wenig entgegen. Der Menschenhandel müsse gestoppt werden. Ebenso fehle eine angemessene Betreuung jener Migranten, die nach einer Entführung freigelassen werden und traumatisiert sind. Auch die USA müsse Migranten und ihre Familien unabhängig von ihrem Status schützen. Die Bischöfe wiederholten ihren Aufruf, das Einwanderungsgesetz zu reformieren. Weiterhin kritisierten sie, dass haitianische Migranten trotz wirtschaftlicher und politischer Unsicherheit in ihr Heimatland zurückgesandt würden.