Bolivien |

Bischöfe fordern Einhaltung der Regierungs-Versprechen

Die katholische Kirche in Bolivien hat die Regierung des südamerikanischen Landes aufgerufen, die jüngsten Abmachungen mit indigenen Bevölkerungsgruppen zu respektieren. "Wir haben die feste Hoffnung, dass die Vereinbarungen eingehalten und das Gesetz respektiert wird", sagte Kardinal Julio Terrazas zum Auftakt der bolivianischen Bischofskonferenz.

Hintergrund waren die jüngsten Auseinandersetzungen in Bolivien zwischen den indigenen Bevölkerungsgruppen und der Regierung des sozialistischen Staatspräsidenten Evo Morales. Der Regierungschef zog nach einem wochenlangen, international beachteten Protestmarsch, ein umstrittenes Straßenbauprojekt durch den Naturschutzpark TIPNIS zurück.

Im weiteren Verlauf des Treffens diskutierten die bolivianischen Bischöfe auch die Haltung der katholischen Kirche zur ökologie und Umweltschutz. Ziel müsse es sein, als Kirche eine christliche Vision in die aktuelle Debatte mit einzubringen. Es gebe in der öffentlichkeit ein immer stärkeres Bewusstsein, den Umweltschutz stärker zu verteidigen. Die Bischöfe müssten daher ein motivierendes und orientierendes Wort abgeben. (tk)