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Bischöfe beten für Opfer des Disko-Brandes

Hohe Kirchenvertreter in Brasilien haben der Opfer der Brandkatastrophe in einer Diskothek im Süden des Landes gedacht. "Unsere Herzen sind von dieser großen Tragödie berührt", schrieb Rio de Janeiros Erzbischof Orani Joao Tempesta in einer Beileidsbotschaft. Jugendliche in Rio hätten in den Kirchen spontan Mahnwachen für die Opfer und deren Angehörige abgehalten. Kardinal Odilo Scherer rief in seinem Erzbistum Sao Paulo zu Messen für die Verstorbenen auf. Zugleich kritisierte er, die Tragödie hätte verhindert werden können, wenn die Sicherheitsbestimmungen befolgt worden wären.

Bereits am 27. Januar hatte sich der Erzbischof von Santa Maria, Helio Adelar Rubert, an die betroffenen Familien seines Bistums gewandt. "Wir beten für die Verstorbenen, ihre Angehörigen und die ganze Stadt, die diese Tragödie erlitten hat", schrieb Rubert. Auch die Bildungskommission der Brasilianischen Bischofskonferenz veröffentlichte ein Beileidsschreiben; die meisten Opfer des Unglücks waren Studenten.

Bisher geht die Polizei in der Stadt Santa Maria von 231 Toten und 106 Verletzten aus. Die meisten Opfer starben durch Rauchvergiftung oder wurden in der Panik totgetrampelt. Das Feuer in der Diskothek "Kiss" war in der Nacht zum 27. Januar ausgebrochen, nachdem Feuerwerkskörper bei einer Bühnenshow die mit Schaumstoff verkleidete Decke in Brand gesetzt hatten.

Medienberichten zufolge hatten die Feuerlöscher in dem Tanzklub nicht funktioniert. Zudem verfügte das Lokal nur über einen einzigen Eingang, der vom Sicherheitspersonal in den ersten Momenten der Katastrophe versperrt worden sei. Die Betriebsgenehmigung für den Klub war nach den Angaben bereits im August letzten Jahres abgelaufen.

Quelle: KNA