Honduras |

Biostrom aus Müll

Puerto Cortés im Norden von Honduras hat sich das Ziel gesetzt, als erste grüne Stadt des Landes in die Geschichte einzugehen. Mit einer Investition in Höhe von neun Millionen US-Dollar sollen ab dem kommenden Jahr 2,5 Megawatt Strom aus dem Müll der Gemeinde generiert werden.

Wie der Bürgermeister Allan Ramos erläuterte, werden die aus der städtischen Müllhalde aufsteigenden Gase mittels einer Biokonverters in saubere Energie umgewandelt. Die vom UN-Entwicklungsprogramm unterstützte Initiative verleihe dem Müll dank einer nachhaltigen Bioenergieproduktion, Erzeugung von Biostrom und CO2-Zertifkaten sowie Recycling und Düngemittelgewinnung einen hohen wirtschaftlichen und ökologischen Wert. Auch wird das Vorhaben die Abfallmenge reduzieren.

Die Müllhalde von Puerto Cortés, dem wichtigsten Meeresterminal des Landes, hat ein Fassungsvermögen von 450.000 Tonnen und eine Lebensdauer von 18 Jahren. Jeden Tag werden dort 120 Tonnen angeliefert. Nur elf aller 298 honduranischen Gemeinden verfügen nach Angaben des Nationalen Statistikamts über Müllverwertungsanlagen. In allen anderen Gemeinden wird der Müll auf kleinen Halden unter freiem Himmel abgeladen. In den ländlichen Gebieten ist es üblich, den Müll selbst zu entsorgen. Dort wird er von 75 Prozent aller ländlichen Haushalte verbrannt oder vergraben. In den städtischen Gebieten liegt der Anteil bei 25 Prozent.

Quelle: IPS Weltblick