Kolumbien |

Bewegende Trauerfeiern in Medell?­n

Mit einer bewegenden Trauerfeier haben in Medellín viele tausend Menschen Abschied von den Opfern des verheerenden Erdrutsches in Kolumbien genommen. Während der "Nacht der Kerzen" versammelten sich viele Einwohner der Kleinstadt Bello im Norden Medellíns zu einem Schweigemarsch. Im Rahmen eines Trauergottesdienstes in der Pfarrgemeinde Rosario wurden die ersten der geborgenen Toten beerdigt. Die kolumbianische Kirche rief die Menschen auf, die Opfer der Katastrophe nicht alleine zu lassen. Zahlreiche Familien hätten wegen des Erdrutsches ihre Angehörigen und ihre Häuser verloren und ständen vor dem Nichts.

Nach Angaben der lokalen Tageszeitung „El Colombiano“ zufolge waren bis zum Donnerstag (9.12) 53 Leichen geborgen worden, darunter 23 Kinder. Der lokale Katastrophenschutzleiter John Rendon erklärte am Mittwoch, dass noch immer rund hundert Menschen unter den Schlammmassen vermutet werden. Die Helfer haben kaum noch Hoffnung, Überlebende zu finden. In dem betroffenen Departament Antiquia gilt noch immer der Ausnahmezustand. Kolumbien erlebt derzeit die heftigsten Regenfälle seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. (TK)