Chile |

Besserer Unterricht über Mapuche-Geschichte

Indigene Mapuche Chile Adveniat Grundschule zweisprachig

Mapuche-Kinder in einer Grundschule in Temuco, in der sie zweisprachig unterrichtet werden - sowohl in Spanisch als auch in Mapudungun. Foto: Adveniat/Jürgen Escher

Chiles Regierung hat eine Überarbeitung der Unterrichtsmaterialien angekündigt, mit denen Schülerinnen und Schüler die Geschichte der Mapuche und anderer indigener Völker gelehrt wird. Eine entsprechende Anordnung gab am Donnerstag, 14. März 2019, das chilenische Bildungsministerium bekannt. Für die Unterrichtsfächer Geschichte, Geografie und Sozialwissenschaften müsse das bestehende Lehrmaterial überarbeitet werden, berichtet die Tageszeitung „BioBioChile“ über den Vorstoß. Es handele sich bei den Büchern und Heften zur Geschichte der indigenen Völker in Chile um Lehrmittel, die vom Bildungsministerium an staatlichen Schulen sowie an Schulen, die mit öffentlichen Mitteln gefördert werden, verteilt werden.

Es gehe bei dem Vorhaben darum, die „Inhalte, die mit unserer Geschichte, und besonders mit den indigenen Völkern verbunden sind, interkulturell zu gestalten“, zitiert das Medium aus einer Mitteilung des Bildungsministeriums. Ziel sei ein „respektvoller Umgang“ mit der Vergangenheit. Eine Kommission soll die Federführung übernehmen. Bis 2020 sollen die Materialien vorliegen. (bb)

Weitere Nachrichten zu: Soziales