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Bessere Betreuung für Opfer von sexualisierter Gewalt

Die Kommission für Menschenrechte und partizipative Gesetzgebung (CDH) will die Betreuung von Opfern sexualisierter Gewalt im Land verbessern. Die Kommission beschloss einen Vorschlag, wonach künftig in jedem Gemeindebezirk mindestens ein Krankenhaus für die Notfallversorgung wie auch die interdisziplinäre medizinische und psychologische Versorgung von Opfern vorhanden sein soll. Dort sollte auch die polizeiliche Registrierung von Material vorgenommen werden, um den oder die Täter der Übergriffe zu finden, vorgenommen werden.

Über den Mitte April getroffenen Gesetzesvorschlag muss nun endgültig die Kommission für Soziale Angelegenheiten (CAS) entscheiden. Den Vorschlag hatte die Abgeordnete Iara Bernardi von der Arbeiterpartei (PT) eingereicht. Sie erklärte bei der Kommissionssitzung der CDH, damit könnte ein bestehendes Protokoll, das bisher nicht umgesetzt worden sei, zu einem Gesetz werden.

Einrichtungen bisher mit Opferbetreuung überfordert

Alle Beteiligten Institutionen und Berufsgruppen, wie Mediziner, Polizisten und Psychologen wurden miteinander vernetzt arbeiten, um die Versorgung von Opfern zu gewährleisten. Als sexualisierte Gewalt wird „jegliche sexuelle Handlung, die nicht im Einverständnis erfolgt“, in dem Vorschlag definiert.

„Die Einrichtungen verfügen normalerweise nicht über die notwendige Infrastruktur, um Frauen zu betreuen, die Opfer sexualisierter Gewalt geworden sind“, beschrieb die Vorsitzende der CDH, die Abgeordnete Ana Rita (PT), die gegenwärtige Situation und begründete damit auch ihre Zustimmung zu dieser Initiative. (bh)