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Bericht beklagt Gewalt und Unterdrückung indigener Frauen

Victoria Tauli-Corpuz (l.) ist Sonderbeauftragte der Vereinten Nationen (UN) für indigene Völker und gab den Jahresbericht 2015 in Auftrag. Foto: UN Women, CC BY-NC-ND 2.0
Victoria Tauli-Corpuz (l.) ist Sonderbeauftragte der Vereinten Nationen (UN) für indigene Völker und gab den Jahresbericht 2015 in Auftrag. Foto: UN Women, CC BY-NC-ND 2.0

Frauen und Mädchen aus indigenen Völkern sehen sich nicht nur mit Menschenrechtsverstößen konfrontiert, die die ganze Indigenen-Gemeinschaft betreffen, sondern sie werden oft gedemütigt und erniedrigt. Dies geht aus dem Jahresbericht der Sonderbeauftragten der Vereinten Nationen für indigene Völker Victoria Tauli-Corpuz hervor, der vor kurzem bei der UN-Menschenrechtskommission vorgelegt wurde.

Laut Studie wurde rund ein Drittel der indigenen Mädchen und Frauen bereits Opfer von sexuellen Übergriffen. Oft handelt es sich bei den Tätern um Vertreter des Staates oder des Militärs, die versuchen "die Entschlossenheit indigener Völker im Streit um Landbesitz und Ressourcen zu beugen". In vielen Fällen wurden Frauen und Mädchen, die als Haushaltshilfen in Privathaushalten beschäftigt sind, dort Opfer der Gewalt durch ihre Arbeitgeber.

Die Studie befasst sich auch mit Morden an Frauen aus indigenen Völkern "aufgrund ihrer sozialen Ausgrenzung und Unterdrückung auf sozialer, kultureller, politischer Ebene und der damit zusammenhängenden Gewalt".

Quelle: (CE) (Fides, 30/10/2015), Foto: UN Women, CC BY-NC-ND 2.0

Weitere Informationen zu der Studie erhalten Sie hier.