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Belo-Monte-Ausschreibung gestoppt

Nachdem die vorläufige Lizenz für den Staudamm Belo Monte letzte Woche suspendiert und binnen 48 wieder in Kraft gesetzt wurde, hat das Bundesgericht von Altamira sie nun gestern Abend erneut suspendiert. Damit ist die für heute geplante öffentliche Ausschreibung des 8, 5 Milliarden-Projektes abermals verhindert worden.

Der Indianermissionsrat CIMI und weitere Gegner des Baus begrüßten die Entscheidung. Sie befürchten, dass durch die Errichtung des Staudamms etwa 500 Quadratkilometer Urwald überschwemmt, darunter Teile eines Indio-Reservates. Deshalb kämpfen Ureinwohner und Umweltschutzgruppen bereits seit den 1970er Jahren gegen das Projekt. Laut Plänen der Regierung soll das angeschlossene Kraftwerk ab 2015 bis zu 11.200 Megawatt Strom liefern. Damit wäre es Brasiliens zweitgrößtes Wasserkraftwerk und das drittgrößte weltweit.