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Bedrohte Denkmäler in 13 Ländern

In 13 Ländern Lateinamerikas und der Karibik liegen historische Monumente, die restauriert werden müssen, um sie vor dem Verfall zu bewahren. Dies hat der World Monuments Fund (WMF) gestern in seinem Hauptsitz in New York bekannt gegeben. Die Organisation veröffentlicht alle zwei Jahre eine Watch-Liste. In diesem Jahr sind 67 historische Denkmäler aufgeführt, die von Verfall bedroht sind. 23 davon befinden sich in Lateinamerika.

Zu den berühmtesten Monumenten auf der Liste gehören die Lineas de Nazca, die in der Region Ica in Peru zu finden sind. Die Präsidentin des WMF Bonnie Burham bezeichnete die Lineas de Nazca als eines der berühmtesten Denkmäler der Welt. „ Es gibt einen Plan zur Restaurierung der peruanischen Regierung, allerdings ist hier noch mehr Unterstützung durch verschiedene Institutionen notwendig bevor es zu spät ist“, so Burham. Der Präsidentin von WMF zufolge müsse vorerst auch der Tourismus in der Region reguliert werden.

Die Lineas de Nazca sind so genannte Geolyphen- auch als Erdzeichnungen bezeichnet-die eine Figur bilden. In Nazca sind mehrere dieser Figuren zu sehen, unter anderem Affen, Fische und Vögel darstellen. Forscher gehen davon aus, dass diese zwischen dem fünftem und dem siebten Jahrhundert entstanden sind. Die UNESCO erklärte die Lineas de Nazca 1994 zum Weltkulturerbe.

Weitere Länder in den Denkmäler stehen, die der Restaurierung bedürfen sind Argentinien, Bolivien, Brasilien, Kolumbien, Kuba, Guatemala, Haiti, Mexiko, Panama und die Dominikanische Republik.(aj)

Interaktive Karte mit allen bedrohten Denkmälern (Englisch) http://www.wmf.org/watch/project-map