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Barro-Blanco-Staudamm geht unter Protest in Probebetrieb

Protesttransparent gegen den Staudamm Barro Blanco. Foto: Gines A. Sanchez, CC BY-NC-ND 2.0.
Protesttransparent gegen den Staudamm Barro Blanco. Foto: Gines A. Sanchez, CC BY-NC-ND 2.0.

Die Proteste gegen das umstrittene Wasserkraftwerks Barro Blanco in Panama ebben nicht ab. Indigene und Bauern der indigenen Gemeinde Ngäbe Buglé kündigten für Montag, 30. Mai 2016, die dauerhafte Blockade der Interamericana-Überlandstraße im Distrikt Tolé in der Provinz Chiriquí an, berichtet die lokale Onlinemedium "Crítica" vom Ort des Geschehens. Die strategisch wichtige Strecke werde auf "unbestimmte Zeit" besetzt, so die Anwohner.

Zeitgleich zur Blockade im Distrikt Tolé werde es an anderen Punkten des Landes zu Aktionen kommen, schreibt das Medium. Immer mehr Organisationen, darunter Studentenverbände und Umweltgruppen, würden sich dem Widerstand gegen das kurz vor der Inbetriebnahme stehenden Kraftwerks am Río Tabasará anschließen, erklärten die Demonstranten. Ein Ende der Proteste werde es erst geben, wenn die konservative Regierung die Abnahme des Staudammbaus durch das Unternehmen Istmo S.A (Genisa) verweigern würde, hieß es.

Ricardo Miranda vom Aktionsbündnis "Bewegung 10. April" (M10) gab gegenüber "Crítica" bekannt, dass erste Testläufe des Staudammprojekts zur Überflutung noch bewohnter Gebiete geführt haben. Die vertriebenen Anwohner hätten "wegen des Egoismus von Juan Carlos Varela, seines Kabinetts und eigener Interessen am Projekt" keinen Ort mehr zum Wohnen, kritisierte Miranda die konservative Regierung. Bei einem Testdurchlauf von Barro Blanco Mitte letzte Woche hatte Polizei indigene Anwohner aus "Sicherheitsgründen" aus der Zone geräumt, infolge dessen es zu ersten Straßenblockaden gekommen war. (bb)

Foto: Gines A. Sanchez,CC BY-NC-ND 2.0.