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Bäuerinnen fordern Rechte und Agrarreformen ein

Auf ihrem jährlichen Treffen haben im Bauernverband Via Campesina Mittelamerika zusammengeschlossene Landarbeiterinnen auf ihre Situation aufmerksam gemacht. Auf der viertägigen Konferenz in Honduras im Departamento Atlándida, die diese Woche zu Ende ging, standen „Lösungsvorschläge für das Gewaltproblem gegen Frauen, der fehlende Zugang zu Land und das Recht auf echte Nahrungsmittelsicherheit“ auf der Tagesordnung, so eine Pressemitteilung der Organisation.

In ganz Mittelamerika seien Frauenrechte noch immer nicht garantiert,erklärte Leoncia Solórzano von Vía Campesina Honduras und Leiterin des Rates für integrale Entwicklung von Landarbeiterinnen (CODIMCA). „Das Treffen war ein Erfolg, weil Genossinnen aus verschiedenen Ländern der mittelamerikanischen Region und aus Mexiko teilgenommen haben“, so Solórzano. Angereist waren unter anderem Teilnehmerinnen aus Honduras Guatemala, Panamá, Costa Rica, Nicaragua und El Salvador.

Für die Frauen sei der Kampf um Zugang zu Land „sehr wichtig“, hob die CODIMCA-Chefin hervor: „Für uns ist Land unsere Mutter, ohne Land gibt es kein Leben, weil das Land uns das Leben gibt und alles was für den Unterhalt benötigen“. María Elena Martínez aus Mexiko und Beraterin für Via Campesina nannte die Bauernbewegung MUCA aus Honduras als Paradebeispiel für den „Kampf der Bauernbewegung“.

Seit drei Jahren würde MUCA und deren weibliche Mitglieder Großgrundbesitz von Plantageneigentümern besetzen und für eine Agrarreform streiten. Dabei werde „gemeinschaftlich zusammengearbeitet, etwas, was in meinem Land kaum noch passiert, nicht einmal in Chiapas“, so Martínez. Auch lobte sie neue Gesetze in Mittelamerika gegen Gewalt gegenüber Frauen. Diese müssten nur noch umgesetzt werden. (bb)