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Auswirkungen des Klimawandels bedrohen das Land

Die Dominikanische Republik gehört nach Angaben der internationalen Organisation Oxfam zu den Ländern, die am meisten von den negativen Auswirkungen des Klimawandels betroffen sein werden. Der Inselstaat befinde sich auf dem achten Platz, wenn es um die Folgen der globalen Erderwärmung gehe. Aus einem Bericht, den Oxfam am Wochenende veröffentlichte, ging hervor, dass vor allem das vorhergesagte Ansteigen des Meeresspiegels den karibischen Inselstaat bedrohen würde.

Es bestünde die Gefahr, dass ganze Teile des Küstenstreifens überschwemmt werden, heißt es in der Studie. Damit befände sich ein Großteil der Bevölkerung in Gefahr, da 70 Prozent der Dominikaner in Küstennähe leben und arbeiten, so Oxfam weiter. In dem Dokument stellt die Organisation außerdem fest, dass es vor allem die Industrieländer gewesen seien, die durch den Ausstoß von schädlichen Gasen den Klimawandel hervorgerufen haben. Unter den negativen Auswirkungen hätten in Zukunft aber hauptsächlich die Entwicklungsländer zu leiden.

Die Ergebnisse der Untersuchung gab Oxfam im Rahmen eines Familientages gegen den Klimawandel in der dominikanischen Hauptstadt Santo Domingo bekannt. Der Aktionstag wurde im Vorfeld des heute startenden UN- Klimagipfels im südafrikanischen Durban organisiert. Auf der internationalen Konferenz kommen die Vertreter aus 194 Staaten zusammen, um bis zum 9. Dezember über ein Nachfolgeabkommen für das 2012 auslaufenden Kyoto- Protokoll zu verhandeln. Internationale Experten gehen davon aus, dass es, nach dem Scheitern der Klimakonferenz in Kopenhagen Ende 2009 und den geringen Fortschritten im mexikanischen Cancún im letzten Jahr, auch in Durban keinen großen Durchbruch geben wird.(aj)