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Ausreichend Wasser vorhanden

Lateinamerika, Asien und Afrika verfügen über ausreichende Wasserreserven, um die Bedürfnisse ihrer Bevölkerung zu erfüllen. Dies geht aus einer Studie , die während der 14. Weltwasserkonferenz in Brasilien präsentiert wurden. “Es ist eindeutig, dass es genug Wasser gibt, um im 21. Jahrhundert die Nachfrage in den Bereichen Nahrung, Energie, Industrie und Umwelt zu decken“, heißt es in dem Bericht des Challenge Program on Water and Food (CPWF).

Potential von Flüssen

Die Ursache für Konflikte über Wasser seien die ineffiziente Nutzung von Ressourcen und die ungerechte Verteilung. Besonders das Potential der Reserven aus Flüssen sei bisher noch nicht ausgeschöpft. Fünf Jahre lang untersuchten Forscher das Potential von Flussquellen auf allen drei Kontinenten. Die zehn größten Flüsse führen 13,5 Millionen Kubikmeter Wasser, was bisher nur unzureichend genutzt würde. Durch eine effektive Nutzung dieser Ressourcen könne die Nahrungsmittelproduktion nach Angaben von CPWF verdoppelt werden.

Verantwortung der Politik

Außerdem läge eine entscheidende Verantwortung bei den Politikern der Regionen. Es sei ihre Aufgabe, die notwendigen Programme zur Erschließung neuer Wasserquellen ins Leben zu rufen. So werde bisher beispielsweise auch Regenwasser nicht ausreichend für die landwirtschaftliche Produktion genutzt, so die Forscher.

Auf der internationalen Wasserkonferenz kommen seit 1973 alle drei Jahre internationale Forscher und Organisationen zusammen, um sich über die bessere Nutzung von Wasser auszutauschen. In diesem Jahr nehmen 850 Experten und Funktionäre aus mehr als 50 Ländern in der brasilianischen Stadt Porto do Galinhas teil. Die Konferenz endet am Donnerstag. (aj)