Nicaragua |

Armut sinkt

Die Armut in Nicaragua ist im vergangenen Jahr besonders in den ländlichen Gebieten gesunken. Dies geht aus der am Mittwoch veröffentlichten Studie der Internationalen Stiftung für die Globale Wirtschaftliche Herausforderung (FIDEG) hervor. So sank die extreme Armut im nationalen Durchschnitt von 9,7 Prozent im Jahr 2009 auf neun Prozent in 2010 und auf dem Land sogar von 18,2 Prozent auf 15,9 Prozent. Während die allgemeine Armut in dem mittelamerikanischen Land im selben Zeitraum lediglich von 44,7 Prozent auf 44,4 Prozent fiel, wurde sie im ländlichen Raum um fünf Prozent- von 67,8 Prozent auf 62,8 Prozent- gesenkt. Somit konnten im vergangenen Jahr 37 200 Nicaraguaner der extremen und 124 000 der allgemeinen Armut entkommen.

Zwischen 2001 und 2005 sei die Armut in Nicaragua stetig gestiegen, dies habe sich aber 2007 umgekehrt und seitdem zeichne sich ein deutlicher Trend der sinkenden Armut ab, der durch die neusten Zahlen bestätigt werde, heißt es in der Studie. Nach Angaben der Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) rücken diese Fortschritte bei der Armutsbekämpfung das Erreichen des Millenniums Ziels „Halbierung der Armut bis 2015“ für Nicaragua in greifbare Nähe.

Der Präsidentenberater Paul Oquist erklärte in einem Radiointerview, dass eine absolute Armutsrate von neun Prozent trotz der positiven Entwicklung nicht akzeptabel sei. Es gebe in Nicaragua immer noch Familien, die ihren Grundbedarf an Kalorien nicht decken können . Das Ziel der Regierung sei es daher die absolute Armut auf Null zu senken, so Oquist. (aj)

Quelle: adital

Link zur Studie:

http://fideg.org/files/doc/1307568030_Resultados%20FIDEG%202010.pdf