Argentinien |

Armut nimmt laut Studie weiter zu

Armenviertel am Stadtrand von Bariloche, Argentinien. Foto: Adveniat/Escher.
Armenviertel am Stadtrand von Bariloche, Argentinien. Foto: Adveniat/Escher.

Die Armut in Argentinien hat laut einer Studie der Katholischen Universität (UCA) aus Buenos Aires weiter zugenommen. Demnach leben derzeit 28,7 Prozent der argentinischen Bevölkerung in Armut. Seit 2011 wachse die Zahl der Bedürftigen stetig, hieß es. Nach Angaben der Wissenschaftler sind die sozial schwachen Bevölkerungsschichten besonders von den Auswirkungen der Inflation und eines Mangels an Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt betroffen. Inzwischen erhalten rund 30 Prozent der argentinischen Bevölkerung Unterstützung aus Sozialprogrammen.

Die komplette Armutsstatistik der UCA soll der Internetseite Aica.org zufolge am Mittwoch, 15. Juli 2015 (Ortszeit), in der argentinischen Hauptstadt vorgestellt werden. In den vergangenen Jahren sorgte die Veröffentlichung der Armutsstatistik stets für kontroverse innenpolitische Debatten. Vertreter der linksgerichteten Regierung von Cristina Kirchner hatten die Datensammlung als politisch motiviert kritisiert.

Quelle: KNA