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Armut hat ein weibliches Gesicht

Mehr als 70% der Menschen, die weltweit in Armut leben, sind Frauen. Diese Zahl gab Amnesty International am vergangenen Donnerstag in Montevideo (Uruguay) bekannt. Sie ist Teil des UNO-Berichts: „Die Falle des Geschlechts-Frauen, Gewalt und Armut“ .

Die Gründe für die weibliche Armut sind den Autoren des Berichts zufolge auf die vielfache Diskriminierung zurückzuführen. Gleich ob Arbeit, Land oder Kredite: Männer haben leichteren Zugang zu jeglicher Art von Ressourcen. Frauen hingegen sind überdurchschnittlich oft im informellen Sektor beschäftigt und erhalten niedrigere Löhne. Frauen leidern außerdem mehr unter der Umweltzerstörung und sind weitaus häufiger Opfer von Gewalt.

„In einigen Ländern wird nicht gegen die Diskriminierung von Frauen vorgegangen und in anderen bleibt sie trotz der Gleichberechtigungs- Gesetzen bestehen.“, heißt es in der Studie. Trotz einiger Erfolge und Fortschritte auf dem Weg der Gleichberechtigung gebe es noch viel zu tun. Das Recht auf Gleichberechtigung für Frauen sei ein weltweit anerkanntes Menschenrecht. In Zukunft sollen sich die Staaten und internationalen Institutionen mit einem stärkeren politischen Willen für die Wahrung der Rechte einsetzen und so eine Gleichberechtigung fördern. „Die Stimme der Frauen soll gehört werden. Ihre Beiträge sollen anerkannt und gefördert werden. Die aktive Teilnahme der betroffenen Menschen ist ein wesentlicher Bestandteil jeder Strategie zur Bekämpfung der Armut,“ so Amnesty International.

Quelle: adital