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Arana kritisiert Begriff 'Neue Linke Lateinamerikas'

Marco Arana, Präsidentschaftskandidat in Peru, hält die Bezeichnung "Neue Linke" Lateinamerikas für teilweise falsch. Konservative segelten unter der Flagge "Mitte-Links", da sie sich nicht mit der "Rechten" identifizieren wollten, die in Lateinamerika "so viel Schaden" angerichtet habe, sagte Arana im Interview der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) in Bonn: "Man schämt sich offenbar dafür, was man ist. Man kann ja konservativ und trotzdem demokratisch sein."

Der suspendierte katholische Priester Arana beobachtet jedoch auch tatsächliche Veränderungen auf dem Subkontinent: "Die linken Regierungen wecken die Hoffnung der Menschen, sich mit ihren wirtschaftlichen und sozialen Anliegen demokratisch in die Gesellschaft einzubringen."

Arana gehört zu den bekanntesten Menschenrechts- und Umweltschutz-Aktivisten in Peru. Dafür erfährt er international große Anerkennung; im September erhält er den diesjährigen Aachener Friedenspreis. Nach Gründung der politischen Partei "Tierra y Libertad" (Land und Freiheit) wurde der katholische Kleriker vom Priesteramt suspendiert.

Arana bedauert die Suspendierung, sagt jedoch, er könne "nicht in Frieden leben", wenn er nur sein Amt bewahren wollte, während seine "Geschwister Gewalt und Ungerechtigkeit erleiden". Als seinen Anspruch gibt er an, "ethisch korrekte Politik" zu machen, die soziale Gerechtigkeit und Umweltschutz im Blick habe.

Quelle: kna