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Anwohner fordern Entschädigung von Kupfertagebau-Firma

Ein Minenarbeiter - jedoch in Mexiko, und nicht Peru. (Symbolfoto: Adveniat/Achim Pohl)

Der Konflikt um den Kupfertagebau "Las Bambas" zwischen der chinesischen Bergbaufirma „MMG“ und der umliegenden indigenen Gemeinden geht in die nächste Runde. Wie die Tageszeitung „El Comercio“ zu Wochenbeginn berichtete, kündigten die Anwohner der Ortschaft Fuerabamba neue Straßenblockaden und Proteste an, um für die Nutzung von Straßen durch ihre Gebiete angemessen entschädigt zu werden. Jeder der 641 Dorfbewohner solle eine Entschädigung in Höhe 150 000 Soles (rund 40 000 Euro) erhalten. 

„MMG“ ist zu einer Zahlung von 75.000 Soles (rund 20.000 Euro) bereit, jedoch nur für die 2014 vor Ort im Wahlregister eingetragenen 441 Bewohner. Eine weitere Forderung der Hochland-Gemeinde ist die Vergabe von Arbeitsplätzen im Bergwerk. In der Nacht zum Dienstag, den 21. Mai 2019 blockierten Demonstranten die Verbindungsstraße Yari Yari, berichtete der peruanische Radiosender RPP. Derweil dementierte der Gemeindesprecher Greorio Rojas eine neue Straßenblockade und forderte die Anwesenheit von Regierungsvertretern bei den laufenden Verhandlungen mit dem Bergbau-Riesen, so Rojas gegenüber dem TV-Sender „Canal M“.

Jedes Jahr fördert „MMG“, eine Tochter des chinesischen Staatskonzerns „China Minmetals“ rund 400 000 Tonnen Kupfer in „Las Bambas“, was rund zwei Prozent der jährlichen weltweiten Kupferproduktion beträgt. Die Mine auf über 4 000 Meter über Meeresspiegel trägt mit rund 15 Prozent zu Perus gesamter Kupferproduktion bei. Angaben der Außenhandelskammer zufolge macht der Export von Rohstoffen rund 70 Prozent der Exporte Perus aus, rund 45 Prozent davon ist Kupfer. Peru ist nach Chile aktuell der weltweit größte Kupferproduzent.

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