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Anhaltende Regenfälle fordern mehr als 80 Tote

Mehr als 80 Menschen sind wegen der seit Mitte letzter Woche anhaltenden starken Regenfällen in Zentralamerika ums Leben gekommen. Die meisten Opfer starben infolge von Erdrutschen und Autounfällen. Knapp 200.000 Menschen sind von der Katastrophe betroffen, viele wurden obdachlos. Die Regierungen der Region erwarten Schäden in Millionenhöhe. Am stärksten betroffen sind Guatemala und El Salvador.

Die Regierung El Salvadors rief bereits am Freitag den nationalen Notstand aus und bat um internationale Unterstützung. „Wir bitten die internationale Gemeinschaft um finanzielle Hilfe und Unterstützung mit Sachgütern“, sagte ein Sprecher des Außenministeriums. Der salvadorianische Katastrophenschutz hat Helfer im ganzen Land mobilisiert und evakuierte bisher 13.000 Menschen. Der Katastrophenschutz in Guatemala (CONRED) meldete insgesamt 28 Tote im Laufe der vergangene Woche. Ein erneutes Tiefdruckgebiet habe den Behörden zufolge die Situation seit Samstag noch einmal verschlimmert. CONRED evakuierte insgesamt 6.900 Menschen.

Auch die anderen Länder der Region vermelden anhaltenden Regen. In Honduras kamen bisher 13 Menschen ums Leben, in Nicaragua starben sechs Personen. In Costa Rica wurden zahlreiche Personen evakuiert. Der Regen hat inzwischen außerdem den Südosten Mexikos erreicht. Auch dort traten erste Flüsse über die Ufer. (aj)