Argentinien |

Amnesty fordert Schutzmaßnahmen für Qom

Die Menschenrechtsorganisation "Amnesty International" hat die argentinische Regierung aufgefordert, sofortige Schutzmaßnahmen zu ergreifen, um die Sicherheit der indigenen Gemeinde Qom zu gewährleisten. Zuletzt waren Angehörige des Stammes nach Medienberichten Opfer von brutalen Gewaltakten geworden, die in Zusammenhang mit dem Versuch standen, ihr angestammtes Land wieder in Besitz zu bringen. Konkret betroffen von den brutalen Übergriffen waren zwei Angehörige der Qom-Kommune "La Primavera" aus Formosa rund 1200 Kilometer nördlich von Buenos Aires. Abelardo Díaz und Carlos Sosa wurden lokalen Medienberichten zu Folge schwer verletzt ins Krankenhaus eingeliefert.

Felix Diaz, Vater des betroffenen Opfers und zugleich einer der Sprecher der Gemeinde, erklärte: "Meine Familie ist weiterhin der Gewalt ausgesetzt. Immer und immer wieder." Für die Übergriffe machen die Qom Großgrundbesitzer verantwortlich, die sie weigern, den umstrittenen Landbesitz an die Qom zurückzugeben. Die betroffenen indigenen Gemeinden werfen der lokalen Politik vor, sich auf die Seite der Großgrundbesitzer gestellt zu haben und die Gewaltakte zu unterstützen.

In der Vergangenheit war es in der Region immer wieder zu Zusammenstößen gekommen. Vor drei Jahren hatten sich 400 Polizisten mit Qom-Angehörigen eine blutige Straßenschlacht geliefert. (TK)