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AMLO: Arbeitsvisa für Migranten; Rekord bei USA-Migration

In der Kapelle Santa Marta in Mexiko finden Migranten für ein paar Tage Zuflucht. Steyler Missionare und Freiwillige aus der Pfarrei kümmern sich um die Menschen vor allem aus Honduras und El Salvador, die aus ihren Heimatländern fliehen und sich auf den gefährlichen Weg in die USA machen. (Foto: Hoch/Adveniat)
In der Kapelle Santa Marta in Mexiko finden Migranten für ein paar Tage Zuflucht. Steyler Missionare und Freiwillige aus der Pfarrei kümmern sich um die Menschen vor allem aus Honduras und El Salvador, die aus ihren Heimatländern fliehen und sich auf den gefährlichen Weg in die USA machen. (Foto: Hoch/Adveniat)

Mexiko plant Arbeitsvisa für Migranten

Mexikos künftiger Präsident Andres Manuel Lopez Obrador hat eine Kehrtwende in der Migrationspolitik seines Landes angekündigt. Mittelamerikanische Migranten, die im Land bleiben wollen, sollen mit Beginn seiner Amtszeit am 1. Dezember Arbeitsvisa erhalten, sagte der Linkspolitiker laut CNN am Mittwoch (Ortszeit). Lopez Obrador machte die Ankündigung zwei Tage vor einem mit Spannung erwarteten Besuch von US-Außenminister Mike Pompeo in Mexiko. Dort wird Pompeo mit der noch amtierenden Regierung von Präsident Enrique Pena Nieto zusammentreffen.

Vor wenigen Tagen hatte sich eine Karawane mit rund 2.000 Migranten aus Honduras auf dem Weg in Richtung USA aufgemacht. Inzwischen hat der Marsch offenbar die mexikanische Grenze erreicht. Erste Migranten haben laut lokalen Medienberichten bereits den Grenzfluss zwischen Guatemala und Mexiko überquert. US-Präsident Donald Trump hatte den bitterarmen mittelamerikanischen Ländern El Salvador, Guatemala und Honduras am Dienstag gedroht, Hilfszahlungen zu stoppen, wenn diese die Karawane nicht stoppen sollten.

Familien-Zuwanderung an der US-Grenze erreicht Rekordniveau

Die Zahl von Flüchtlingen, die an der Südgrenze der USA ankommen, ist im September auf Rekordniveau gestiegen. Grenzschutzbeamte nahmen nach Angaben der Heimatschutzbehörde fast 17.000 Menschen fest. Das entspricht einer Steigerungsrate von rund 80 Prozent im Vergleich zum Juli. Insbesondere im Süden von Arizona gab es demnach einen Anstieg, obwohl das Rio-Grande-Tal im Süden von Texas nach wie vor der verkehrsreichste Korridor für die Einwanderung ist.

Weiterhin erreichten große Gruppen von Mittelamerikanern täglich die Grenze, hieß es. Laut der Sprecherin des Weißen Hauses, Sarah Huckabee Sanders, denkt Präsident Donald Trump darüber nach, die umstrittene Familientrennung wieder einzuführen. Trump hatte im Sommer die Praxis der Eltern-Kind-Trennungen bei Einreise in die USA nach massiven internationalen Protesten für beendet erklärt.

Ein hochrangiger Beamter wird in US-Medien mit den Worten zitiert, die Trennungen seien gestoppt worden, um die politische Wut zu stillen. Dies habe aber den Effekt gehabt, dass die Menschen nun wieder zahlreich kämen. Wörtlich sagte er: "Jetzt werden wir tatsächlich erdrückt". Trump macht vor allem Heimatschutzministerin Kirstjen Nielsen für die steigenden Migrantenzahlen verantwortlich. Medienberichten zufolge soll er Außenminister Mike Pompeo gebeten haben, das Thema bei seinem bevorstehenden Besuch in Mexiko anzusprechen. (KNA)

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