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Alltag mit Indigenen erleben

Brasiliens Indiobehörde FUNAI (Fundacao Nacional do Indio) plant die Indioreservate des Landes für den Tourismus zu öffnen. Dies berichtete die Zeitung "Folha de S. Paulo" am Mittwoch. Den Touristen soll die Möglichkeit gegeben werden, den Alltag der Indios kennen zu lernen. Im Süden des Bundesstaates Amazonas soll bereits ein Pilotprojekt angelaufen sein.

In der Nähe der Stadt Humaita werden so derzeit die Indios vom Stamme der Tenharim auf zukünftige Touristenbesuche vorbereitet, so die Zeitung. Diese sollen die Eingeborenen bei Gängen durch den Urwald und bei alltäglichen Tätigkeiten wie dem Fischen begleiten. Die Besucher sollen zudem in Indiohütten untergebracht werden. Die Zahl der Touristen soll begrenzt und von der FUNAI überwacht werden.

Zukünftig will die FUNAI das Projekt auch auf andere Reservate ausdehnen, wie das Gebiet der "Raposa Serra do Sol", im nördlichsten Bundesstaat Roraima. Die durch den Tourismus erzielten Einnahmen sollen direkt dem jeweiligen Stamm zufließen. Insgesamt gibt es in Brasilien 650 Indioreservate. (tm)