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Allende unterstützt Boliviens Forderung nach Meereszugang

Die chilenische Schriftstellerin Isabel Allende hat sich für einen Zugang Boliviens zum Meer ausgesprochen. Im Konflikt zwischen Bolivien und Chile stellte sie sich damit hinter Forderungen des bolivianischen Präsidenten Evo Morales.

Bolivien müsse einen Zugang zum Meer erhalten und beide Länder müssten eine Lösung finden, sagte die Bestseller-Autorin der bolivianischen Tageszeitung "El Deber" (Sonntag). Zugleich kritisierte die in den USA lebende Nichte zweiten Grades des früheren chilenischen Präsidenten Salvador Allende die bolivianische Regierung für den Abbruch der diplomatischen Beziehungen mit Chile: "Das erschwert eine Lösung."

Die Andennation Bolivien musste am Ende des verlorenen Salpeterkriegs gegen Chile (1879-1883) rund 400 Kilometer Küste an Chile abtreten und besitzt seitdem keinen eigenen Meereszugang mehr. Boliviens Präsident Evo Morales hat die friedliche Rückgewinnung eines Zugangs zum Meer als eines seiner wichtigsten politischen Ziele erklärt. Von einem eigenen Hafen verspricht sich Bolivien wirtschaftliche Unabhängigkeit. Chile lehnt bislang die Forderungen nach Rückgabe eines Küstenstreifens ab. Der Streit belastet die Beziehungen der beiden Nachbarländer seit Jahren.

Quelle: KNA