Guatemala |

Allein im September mehr als 350 Ermordete

Busfahrer sind bevorzugte Opfer der tödlichen Gewalt.

In diesem Jahr sind im mittelamerikanischen Land bereits 2.934 Menschen umgebracht worden. Allein im September sind 303 Männer, 46 Frauen und ein Kind ermordet worden, 143 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation „Gruppe zur gegenseitigen Unterstützung“ (GAM) ist die Mordrate seit August 2008 monatlich um zwei Prozent gestiegen.

Opfer werden vor allem Busfahrer der öffentlichen Verkehrsmittel. In den vergangenen neun Monaten wurden 109 von ihnen ermordet. Keiner der Fälle wurde bisher aufgeklärt.

Auch Frauen werden vermehrt Opfer tödlicher Gewalt. So sind zwischen Januar und September 400 Frauen umgebracht worden, elf Prozent mehr als im vergangenen Jahr.

Nach Ansicht der GAM ist die Zunahme der Mordrate vor allem darauf zurückzuführen, dass es in dem für die Nationale Zivilpolizei (PNC) zuständigem Ministerium in den letzten 22 Monaten insgesamt vier Führungswechsel gab. Die Regierungsunfähigkeit unter Álvaro Colom, der Mangel an Kompromissfähigkeit und die Vernachlässigung der Themen Sicherheit und Rechtswesen seien für die wachsenden Opferzahlen verantwortlich.

Quelle: adital