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Aids-Infizierung häufig vor 25. Lebensjahr

Die Hälfte aller Aids-Infizierten in Peru steckt sich im Alter bis 25 Jahren mit HIV an. Dies geht aus einem Bericht des peruanischen Gesundheitsministeriums (MINSA) hervor, den die Informationsplattform La Mula zitiert.

Demnach gebe es in Peru 26.823 Aidskranke und 42.188 Menschen, die mit dem HI-Virus infiziert sind. Es werde jedoch davon ausgegangen, dass ungefähr 70.000 Menschen mit dem HI-Virus infiziert sind, ohne es zu wissen.

Die Zahl der Aids-Toten sei jedoch seit 2007 um etwa 50 Prozent zurückgegangen, berichtet die peruanische Zeitung La República unter Bezugnahme auf die von MINSA veröffentlichten Daten. Von 2007 bis heute seien 500 Menschen an der Immunschwächekrankheit gestorben. Der Rückgang sei auf die Gratisvergabe von Medikamenten zurückzuführen, erklärte die Leiterin der nationalen Monitoring-Stelle für Infektionskrankheiten beim peruanischen Gesundheitsministerium, die Ärztin Mónica Pú Chinarrio.

Mehr Frauen betroffen

Die Zahl HIV-infizierter Frauen im Verhältnis zu infizierten Männern sei dramatisch angestiegen, heißt es bei La Mula. Nach Angaben des peruanischen Aids-Netzwerkes sei 1990 auf 14 infizierte Männer eine mit HIV infizierte Frau gekommen. Im Jahr 2000 sei das Verhältnis drei zu eins gewesen: Auf drei infizierte Männer kam eine mit HIV infizierte Frau.

Neun von zehn Frauen würden sich demnach bei ihren Lebenspartnern mit HIV anstecken. Kondome würden kaum benutzt. Nur 12 Prozent der Männer hatten in einer Umfrage angegeben, in ihrer letzten Beziehung ein Kondom benutzt zu haben. (bh)

Quelle: Adital