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Ärzte beenden einmonatigen Streik

Die Vollversammlung der Föderation der Bediensteten im staatlichen peruanischen Gesundheitswesen (FMP) hat bekannt gegeben, ihren seit bereits einem Monat andauernden Arbeitsausstand zu beenden. Man habe sich mit der Regierung über Lohnerhöhungen und Verbesserungen im Gesundheitswesen geeinigt, wie der Vorsitzende der FMP, César Palomino, am frühen Mittwochmorgen (Ortszeit) bekannt gab.

Die rund 15.000 streikenden Ärzte forderten mit ihrem landesweiten Streik Lohnerhöhungen, eine Reform der Einstellungspolitik und bessere Arbeitsbedingungen in öffentlichen Krankenhäusern und Gesundheitsstationen. Ihnen hatten sich auch rund 70.000 Krankenschwestern angeschlossen, mit denen die Regierung bereits eine Übereinkunft erzielt hatte.

Lohnerhöhungen beschlossen

Palomino erklärte, der von der Regierung gemachte Vorschlag komme besonders jungen Ärzten zu Gute, weshalb sich die Vollversammlung entschieden habe, den Arbeitskampf einzustellen. Am Dienstag waren Regierungsvertreter mit Ärzten zusammengekommen, um mit den Streikenden ein letztes Angebot vom Montag dieser Woche zu machen.

Nach Angaben der peruanischen Tageszeitung „La República“ sollen die Löhne für Ärzte in der Hauptstadt Lima nun um rund 1.250 Nuevos Soles (ca. 332 Euro) und für Ärzte in allen anderen Regionen um rund 1.300 Nuevos Soles (ca. 345 Euro) angehoben werden. Gesundheitsministerin Midori De Habich unterstrich, die Übereinkunft mit der FMP bewege sich völlig im Rahmen der anvisierten Lohnreform im Land.

Längere Auseinandersetzungen

Das Personal des staatlichen Gesundheitswesens war bereits 2012 schon einmal für Forderungen nach Lohnerhöhungen und verbesserte Arbeitsbedingungen in den Streik getreten. Nach einer Übereinkunft mit dem Ministerium im Oktober war der Arbeitskampf damals eingestellt worden. Der erneute Streik war von Vertretern der Krankenschwestern auch als Wiederaufnahme des Arbeitskampfes angesehen worden, da die Regierung Übereinkünfte vom vergangenen Jahr noch nicht umgesetzt hatte. (bh