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Adveniat warnt vor neuer Eskalationsstufe in Kolumbien 

Vergeblich haben die protestierenden Indigenen auf das zugesagte Treffen mit dem kolumbianischen Präsidenten Iván Duque gewartet. (Foto: ONIC)

Adveniat warnt nach dem geplatzten Treffen zwischen dem kolumbianischen Präsidenten Iván Duque und Indigenen-Vertretern in der Unruheprovinz Cauca vor einer weiteren Eskalation. Duque müsse "die Kriminalisierung der protestierenden Indigenen und die exzessive Gewalt durch die Sicherheitskräfte beenden", mahnte die Kolumbien-Referentin des Lateinamerikahilfswerks, Monika Lauer Perez, am Donnerstag in Essen. Ab dem 25. April drohe ein Streik von Indigenen, Kleinbauern und Afrokolumbianern mit landesweiten Auswirkungen, fügte sie hinzu.

Am Dienstag (Ortszeit) hatten sich beide Seiten nicht auf einen Ort für die geplanten Gespräche einigen können. Während der Präsident in einem Gebäude in den Unruheprovinz Cauca mehrere Stunden auf die Delegation der Indigenen wartete, verlangten die Ureinwohner ein Treffen auf einem öffentlichen Platz. Dies lehnte Duque aus Sicherheitsgründen ab. Adveniat wirft dem Präsidenten eine "Weigerung zum öffentlichen Dialog" vor. Entsetzt zeigte sich das Hilfswerk über die Morde an Menschenrechtsaktivisten in dem südamerikanischen Land. "Mit 29 ermordeten Aktivisten im ersten Quartal 2019 zählt Kolumbien zu den weltweit gefährlichsten Ländern für Menschenrechtsverteidigern", sagte Lauer Perez.

Die Region Cauca wird seit Wochen von indigenen Protesten erschüttert; fast einen Monat lang hatten sie die wichtige Verkehrsroute Panamericana blockiert. Die Demonstranten fordern von der Regierung die Einhaltung von Zusagen aus den vergangenen Jahren. (KNA)

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