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Adveniat trauert um Altbischof Rudolf Müller

Die Bischöfliche Aktion Adveniat trauert um Altbischof Rudolf Müller und dankt Gott für sein Wirken, auf dass „Sein Reich komme“, im Bistum Görlitz und weit darüber hinaus. Bischof Müller war am 25. Dezember verstorben. Seine Beisetzung findet am 5. Januar in Görlitz statt. „Als eine Persönlichkeit mit wacher Anteilnahme für die Kirche weltweit hat Bischof Müller zehn Jahre lang, von 1996 bis zu seiner Entpflichtung als Bischof von Görlitz 2006, durch sein Wirken in der Bischöflichen Kommission Adveniat der Kirche in Lateinamerika und der Karibik gedient“, sagte Adveniat-Geschäftsführer Prälat Bernd Klaschka am 2. Januar in Essen. Denn seine Berufung in die Adveniat-Kommission sei ein Dienst, so betonte Bischof Müller, kein Amt.

Dafür nahm er in großer Treue die weiten Anfahrten von Görlitz zu den Sitzungen auf sich. Umso größer seine Freude, als er einmal umgekehrt die Adveniat-Kommission für zwei Tage in seinem Bistum begrüßen und das weltkirchliche Engagement der Katholiken im Bistum Görlitz vorstellen konnte. Ein besonderes Anliegen war ihm die Patenschaftsaktion der deutschen Bistümer zur Förderung der Ausbildung angehender Priester. So lud er Prälat Klaschka nach Görlitz ein, um bei einem Priestertreffen über dieses bleibend wichtige Anliegen zu sprechen.

Die Erfahrungen seiner Reise nach Guatemala hatten Bischof Müller tief beeindruckt. Sein „Blick vom Rande“ her, wie er es einmal unter Anspielung auf die vermeintliche Randlage seines Bistums mit seinem feinen Humor ausdrückte, war für die Kommission wichtig, um vor allem die Menschen in den Blick zu nehmen, die in Lateinamerika am Rande stehen. Diese Haltung, die Bischof Müller lebte, bleibt der Adveniat-Kommission Verpflichtung. Die Mitarbeiter des Lateinamerika-Hilfswerkes werden seiner bei der Eucharistiefeier in der Adveniat-Kapelle in der Geschäftsstelle gedenken. (mh)