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Adveniat begrüßt Finanztransaktionssteuer

Die von der EU beschlossene Finanztransaktionssteuer sollte nach Ansicht des katholischen Lateinamerika-Hilfswerks Adveniat zum Kampf gegen die Armut in der Welt eingesetzt werden. Auf diese Weise könne die Abgabe dazu beitragen, die Millenniumsziele der Vereinten Nationen zu erreichen, erklärte Adveniat-Geschäftsführer Bernd Klaschka am 23. Januar in Essen. Die von der UN im Jahr 2000 verabschiedeten acht Ziele sehen unter anderem vor, bis 2015 die Zahl der Hungernden zu halbieren.

Am 22. Januar hatten sich die EU-Finanzminister auf die neue Steuer geeinigt. Sie sieht Abgaben auf den Handel mit Aktien, Fonds, Anleihen und Devisen vor, und soll im kommenden Jahr zunächst in elf europäischen Ländern eingeführt werden, darunter Frankreich, Deutschland, österreich, Belgien, Spanien, Griechenland und Italien. Die EU-Kommission geht im EU-Raum von einer jährlichen Mehreinnahme von bis zu 57 Milliarden Euro aus.

Das Bündnis "Steuern gegen Armut", zu dessen Gründungsmitgliedern Adveniat gehört, sprach von einem "Durchbruch" und einem "großen Erfolg für die Zivilgesellschaft". Klaschka nannte die Einführung der Abgabe in zunächst elf Staaten einen "ersten wichtigen Schritt". Um die regulierenden Steuerungseffekte in Gang zu setzen, müsse sie jedoch europaweit eingeführt werden.

Quelle: KNA