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Abgeordnetenhaus verabschiedet Transgender-Gesetz

Transgender-Menschen in Uruguay konnten einen Sieg verbuchen (Symbolfoto: Adveniat/Schmidt)
Transgender-Menschen in Uruguay konnten einen Sieg verbuchen (Symbolfoto: Adveniat/Schmidt)

Uruguays Gesetzgeber haben die Rechte von Transgender-Menschen gestärkt. Das Abgeordnetenhaus verabschiedete am Donnerstag, dem 18. Oktober 2018, ein entsprechendes Gesetz, berichten lokale Medien. Die Norm definiert und sanktioniert Diskriminierung von Transgender, legalisiert Geschlechtsumwandlungs-OPs und garantiert Rechte für die Minderheit sowie den Zugang zu Arbeit und Wohnraum.

Das Gesetz, das mit 62 zu 88 Stimmen angenommen wurde und damit nicht nur Unterstützung von der regierenden Mitte-Links-Koalition erhielt, erlaubt zudem die Namensänderung im Personenstandsregister des Landes. Des Weiteren müssen alle staatlichen Einrichtungen ein Prozent der Stellen für Transgender-Personen anbieten. Auch das Nationale Institut für Berufsausbildung muss ein Prozent der Abschlüsse für Transgender garantieren.

Für besonderen Konfliktstoff hatte die Regelung gesorgt nach der zufolge Minderjährige für eine Geschlechtsumwandlung durch Hormone und Namensänderung nicht die Einverständniserklärung ihrer Eltern benötigen. Transgender ist eine Bezeichnung für Menschen, deren Geschlechtsidentität oder Geschlechtsrolle von demjenigen Geschlecht abweicht, das ihnen zu Beginn ihres Lebens aufgrund körperlicher Geschlechtsmerkmale zugewiesen wurde. (bb)

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