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88 Journalisten und 47 Blogger wurden 2012 getötet

Nach Angaben von "Reporter ohne Grenzen" sind 2012 insgesamt 88 Journalisten sowie 47 Blogger und Bürgerjournalisten bei ihrer Arbeit getötet worden. Die meisten Berichterstatter seien im Syrien-Konflikt, beim Bürgerkrieg in Somalia und durch die Gewalt der Taliban in Pakistan ums Leben gekommen, sagte der Vorstandssprecher der Organisation, Michael Rediske, am 19. Dezember in Berlin. Allein in Syrien starben 17 Journalisten und 44 Blogger sowie vier Medienmitarbeiter.

Besonders gefährdet seien Journalisten zudem in Mexiko und Brasilien durch den Kampf der Sicherheitskräfte gegen Drogenkartelle. Seitdem die mexikanische Regierung vor sechs Jahren den Drogebossen den Kampf ansagte, seien "Dutzende Journalisten, die über Drogenhandel, Korruption und die Verquickung von Politik und organisiertem Verbrechen berichteten", Opfer von Gewaltakten geworden.

Insgesamt 193 Journalisten sitzen laut Jahresbilanz derzeit in Gefängnissen. Die meisten inhaftierten Journalisten und Blogger 2012 zählte Reporter ohne Grenzen in der Türkei. Mit 42 Journalisten hinter Gittern sei dies die höchste Zahl seit dem Ende des Militärregimes 1983. Die Festnahmen hätten sich seit der Verschärfung des Kurdenkonflikts verdoppelt. Auch in China seien mehr Journalisten inhaftiert worden, nachdem die Behörden die Zensur vor dem Parteitag "enorm verschärft" hätten. Ferner säßen in Syrien, Iran und Eritrea zahlreiche Berichterstatter in Haftanstalten ein.

Quelle: KNA