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81 Millionen Kinder leben in Armut

Mehr als 81 Millionen Kinder in Lateinamerika und der Karibik leben in Armut. Das geht aus einer Studie hervor, die die UN-Wirtschaftskommission für Lateinamerika (Cepal) und das UN-Kinderhilfswerk Unicef am Dienstag veröffentlichten. In Ländern wie Bolivien, El Salvador, Guatemala, Honduras und Peru sind demnach zwei Drittel der Kinder arm, während es um Chile, Costa Rica und Uruguay deutlich besser steht, da dort nur jedes vierte Kind arm ist.

In die zwischen 2008 und 2009 durchgeführte Studie sind Faktoren eingeflossen wie die Ernährung, der Zugang zu Trinkwasser und einem Abwassersystem, die Einkommenssituation der Familie, die Qualität der Behausung, der Schulbesuch und die Anzahl von Familienmitgliedern, die sich die Unterkunft teilen.

Um die Lage zu verbessern seien mehr Investitionen der Regierungen nötig, um Chancengleichheit herzustellen und das Umfeld zu verbessern, in dem die Kinder aufwachsen, schrieb die Cepal-Exekutivsekretärin, Alicia Barcena, ins Vorwort. Besonders wichtig seien das Recht auf Ernährung, Wasser, Bildung, Information und Gesundheit. Nur wenn schon ab dem frühen Alter in die Kinder investiert werde, bestehe eine Chance, den Teufelskreis der Armut zu durchbrechen. (saw)