Argentinien |

45. Buchmesse in Buenos Aires eröffnet

Die Zentralbibliothek in Helsinki, Finnland (Symbolfoto: Pete, Flickr)

Am Donnerstag, 25. April 2019, wurde, trotz der angespannten wirtschaftlichen Lage des südamerikanischen Landes, in Buenos Aires die 45. Buchmesse mit einer feierlichen Zeremonie eröffnet. Die Eröffnungsrede heilt die bekannte Anthropologin, Autorin und Aktivistin Rita Segato. In ihrer 20-minütigen Ansprache rief sie noch einmal zu Respekt aller Kulturen auf dem amerikanische Kontinent sowie eine Akzeptanz der Pluralität weltweit auf.

Überschattet vom Katalonien-Konflikt

Trotz der feierlichen Stimmung und der Freude aller Autoren, ihre Bücher präsentieren zu können, lag ein Schatten über der Eröffnung der diesjährigen Messe. Wie in jedem Jahr waren die Schriftsteller einer Partnerstadt als Ehrengäste geladen, um ihre Werke zu präsentieren. In diesem Jahr ist die Veranstaltung der Literatur Barcelonas gewidmet. Dies hatte bereits im Vorfeld für eine öffentliche Diskussion um das Protokoll der Eröffnung gesorgt. Aufgrund der engen argentinischen Partnerschaft mit der EU, sahen einige Politiker die Messe als Affront gegen die Europäische Union.

Zahlreiche Schriftsteller hingegen bedauerten, dass eine politische Frage die Literatur überschatten sollte. „Mich schmerzt es zu wissen, dass ein lateinamerikanischer Autor nicht dieselben Möglichkeiten hat, seine Werke zu verbreiten, wie es beispielsweise in Spanien der Fall ist“, sagte Rita Legato in einem Interview mit der Tageszeitung „El Pais“. Ihre Eröffnungsrede betitelte sie daher als einen Aufruf zum Widerstand. (aj)

Weitere Nachrichten zu: Kultur