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35 Tote - Massengräber in Guadalajara entdeckt

Der Friedhof von Ibimirim in Brasilien. Auf jedes Erwachsenengrab kommen wohl zwei Kindergräber. Auf einem Kreuz die zernarbte Schrift: geboren Juni 1930, gestorben Juli 1967. Der Name ist unleserlich. (Symbolfoto: Adveniat/Heinemann)

Nach einem Fund von drei Massengräbern mit sterblichen Überresten von mindestens 35 Toten am Wochenende in der westmexikanischen Millionenstadt Guadalajara im Bundesstaat Jalisco versuchen Ermittler und Behörden weiter, die Identität der Opfer festzustellen. Bisher sei es nicht möglich den Todeszeitpunkt und die Todesursache zu ermitteln, zitiert die Nachrichtenagentur Reuters am Montag, dem 13. Mai 2019 eine Staatsanwaltschaft-Sprecherin.

Berichten der Nachrichtenagentur AFP aus der drittgrößten Stadt Mexikos zufolge seien allein in einem Massengrab 27 Leichen gefunden worden. Bei weiteren Ermittlungen seien zwei weitere Gräber in der Nähe entdeckt worden. Die Ermittler könnten vor Ort nicht länger als eine halbe Stunde arbeiten, da die Gräber mit gefährlichen Säuren und Natronlauge gefüllt waren mit denen die Leichen unkenntlich gemacht wurden.

Bisher seien nur zwei der Opfer identifiziert worden, laut AFP. Der Bundesstaat Jalisco hat sich in einen der gewalttätigsten des Landes entwickelt. Als Ursache für Anstieg der Gewalt gilt das Vordringen des mächtigen und brutalen Kartells „Cártel Jalisco Nueva Generación“ (CJNG) in alle Gesellschaftsbereiche. Behördenangaben zufolge sei es dem Kartell gelungen in Mexiko die Vormachtstellung unter den Mafias zu erlangen. In Mexiko gelten rund 40.000 Menschen als vermisst, die meisten gelten als ermordet.

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