Haiti, USA |

30 Flüchtlinge sterben auf hoher See

Ein überladenes Flüchtlingsboot ist am Dienstag, 27. November, kurz vor den Bahamas gekentert. Auf dem Segelboot befanden sich 150 haitianische Flüchtlinge als das lediglich 13 Meter lange Segelboot sank. Mindestens 30 der Flüchtlinge kam ersten Berichten zufolge ums Leben. Der US-Amerikanischen Küstenwache zufolge konnten 110 Menschen mit Helikoptern gerettet werden.

Viele der Überlebenden klammerten sich stundenlang an das sinkende Boot bevor die Küstenwache sie fand. „Das Boot war eindeutig überladen, instabil und nicht seetüchtig“, gab Leutnant Gabe Somma von der amerikanischen Küstenwache an. Er gehe außerdem davon aus, dass das Boot bereits acht oder neun Tage auf hoher See unterwegs war bevor es kenterte. An Bord befanden sich keine Schwimmwesten. Weiterhin waren viele der Überlebenden so stark dehydriert, dass sie offensichtlich auch nicht ausreichend Wasser und Lebensmittel zu sich genommen hatten.

Nach Angaben der Küstenwache ist die Route zwischen den Inselstaaten Kuba und Haiti und den Bahamas eine stark frequentierte Flüchtlingsroute. Vollkommen überfüllte Boote seien demnach leider keine Seltenheit. Allein im vergangenen Jahr seien zahlreiche Boote gesichtet worden, in denen mindestens 1.500 Flüchtlinge befördert wurden. Auch, dass viele Flüchtlinge ihr Vorhaben mit dem Leben bezahlen, ist häufig. Erst vergangene Woche ertranken vier haitianische Frauen auf ihrem Weg zur Küste Floridas. (aj)

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