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250.000 Menschen arbeiten für den Karneval in Rio

Der Karneval in Rio de Janeiro beschäftigt 250.000 Menschen. Dies hat die regionale Regierung in einer jüngst veröffentlichten Studie ermittelt. Insbesondere die Branchen Tourismus, Entertainment, Druck, Audiovisuelle Medien und Musik profitieren von den alljährlichen Festivitäten. Allein die bekanntesten Sambaschulen beschäftigen das ganze Jahr mehrere hundert Näherinnen und Schreiner, die sich der Entstehung tausender Kostüme widmen. Bars, Restaurants und Hotels stellen für die Karnevalszeit mehr temporäres Personal ein, um dem Andrang gerecht werden zu können. „Der Karneval in Rio ist eine echte Industrie, die jedes Jahr weiter wächst“, erläuterte Luiz Carlos Prestes Filho vom Institut für kulturelle Entwicklung.

In Rio de Janeiro versetzten insgesamt 82 Paraden und Umzüge die Hauptstadt des Karnevals in einen Ausnahmezustand. Vom Auftakt am 17. Februar bis einschließlich 21. Februar wird 24 Stunden am Tag gefeiert. Die weltweit bekannten Samba-Schulen treten an zwei der fünf Tage auf und locken jedes Jahr tausende Touristen in die Stadt. Die Behörden erwarten für dieses Jahr ca. 850.000 brasilianische und ausländische Bescuher in Rio de Janeiro. Auch andere Städte wie Salvador de Bahia und Recife sind Hochburgen der fünften Jahreszeit und veranstalten ihre eigenen Karnevalsparaden. (aj)