Brasilien |

25 Neugeborene sterben in überfülltem Krankenhaus

Mindestens 25 Neugeborene sind in den vergangenen zwei Wochen in einem Krankenhaus in der nordbrasilianischen Stadt Belem gestorben. Wie die brasilianische Presse am Montag, 17. Juni, berichtet, macht die örtliche Ärztegewerkschaft Überbelegung sowie mangelnde hygienische Bedingungen für die Todeswelle in dem Hospital verantwortlich. Die Krankenhausleitung erklärte, die Todesfälle seien auf Risikoschwangerschaften zurückzuführen. Zudem hätten die Mütter nicht die notwendigen Voruntersuchungen durchgeführt.

In dem Krankenhaus "Santa Casa de Misericordia" werden den Berichten zufolge monatlich rund 600 Geburten begleitet. Es verfügt über 67 Betten. Laut der Ärztegewerkschaft führt der Mangel an Personal dazu, dass sich ein einziger Arzt um bis zu 20 Neugeborene gleichzeitig kümmern muss. Zudem seien wegen Platzmangels die Neugeborenen auf engstem Raum zusammengelegt worden; dies habe zu Infektionen geführt. Nach Angaben der Krankenhausleitung starben lediglich drei Babys aufgrund von Infektionen. Die Behörden in Belem ermitteln.

Quelle: KNA