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24-stündiger Ärztestreik hat begonnen

Dr. Claudio Finetti bei der Arbeit im Essener St.-Elisabeth-Krankenhaus. (Symbolfoto: Pohl/Adveniat)
Dr. Claudio Finetti bei der Arbeit im Essener St.-Elisabeth-Krankenhaus. (Symbolfoto: Pohl/Adveniat)

Rund 22.0000 peruanische Ärzte sind am Donnerstag, 25. Oktober 2018, in einen 24-stündigen Streik getreten. Wie bereits zu Beginn der Woche von der Medizinischen Föderation Perus (FMP) angekündigt, ist dies eine Maßnahme aufgrund der anhaltenden schlechten Arbeitsbedingungen und zu geringen Bezahlungen im öffentlichen Gesundheitssektor. Die Streikenden fordern eine Erhöhung des Budgets um mindestens 0,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes sowie eine aktive Rolle des Gesundheitsministeriums auf der lokalen Ebene.

Laut dem Vorsitzenden der Föderation Danilo Salazar Oré ist die gesamte Struktur der öffentlichen Krankenhäuser komplett marode. Es fehle sowohl an Ausstattung als auch an ausreichend Personal. Dies schlage sich unter anderem in den zunehmenden Zahlen bestimmter Erkrankungen nieder. Er identifizierte beispielsweise eine Steigerung der Diagnosen von Anämie und Tuberkulose sowie einen Anstieg der Kältetode. Da die Regierung von Präsidenten Vizcarra bisher nicht darauf reagiert und sich zu keinem Dialog bereit erklärt habe, sei der Streik eine erste Maßnahme, die Verantwortlichen zum Zuhören zu zwingen.

Die Regierung zum Handeln zwingen

Salazar verdeutlichte, dass diese Form der Arbeitsniederlegung erst der Anfang sein könnte: „Dieser 25. Oktober ist im Grunde eine Präventivmaßnahme. Wenn die Regierung die Forderungen nicht erhört oder den Vereinbarungen des Arbeitsgesetzes nicht entspricht, ist es sehr wahrscheinlich, dass es auch zu radikaleren Maßnahmen kommen wird". Bisher wird lediglich die Behandlung nicht akuter Konsultationen ausgesetzt. Sowohl Notfälle als auch geplante Operationen sind nicht von dem Streik betroffen. (aj)

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