Guatemala |

2013 bisher über 100 Kinder verhungert

Guatemala ist in Lateinamerika weiterhin das Land mit den meisten Hungertoten. Wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet seien 2013 in dem mittelamerikanischen 15-Millionen-Einwohnerland bisher 106 Kinder wegen fehlender Nahrungsmittel gestorben. "Das sind wenigstens nicht so viele wie im letzten Jahr", zitiert der Mediendienst Guatemalas Gesundheitsminister Jorge Villavicencio.

Bereits im August hatten die Behörden erste Zahlen bekannt gegeben. Damals lag die traurige Statistik bei 62 verhungerten Kindern unter fünf Jahren. 2011 waren landesweit 241 Kinder an Unterernährung gestorben. 2012 waren es mit 175 immerhin 66 Todesopfer weniger, so offizielle Daten des Gesundheitsministeriums. Damit stirbt in Guatemala fast alle drei Tage ein Kleinkind.

Die am meisten betroffenen Regionen lagen bisher im sogenannten "trockenen Korridor" von zehn Departamentos im Osten und Norden Guatemalas. Doch hat sich der Hunger auch im Süden und Westen verfestigt. Angaben der Vereinten Nationen zufolge sind die rund eine Million unter Fünfjährigen in Guatemala die am meisten von Hunger betroffenen des Kontinents. Und weltweit auf Platz fünf der Länder mit dem höchsten Risiko an Hunger zu sterben. (bb)