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200 Millionen Menschen leben nicht in der Heimat

Der 18. Dezember ist seit dem Jahr 2000 der Internationale Tag der Migranten. Die Vereinten Nationen riefen diesen Tag aus und erinnern so alljährlich an die schwierigen und unmenschlichen Situationen, in der sich die weltweit ungefähr 200 Millionen Migranten oft befinden. Politik, Medien und Gesellschaft behandelten vor allem arme Migranten häufig als Menschen zweiter Klasse, denen nicht die gleichen Rechte zustünden wie der übrigen Gesellschaft, sagte UN-Menschenrechtshochkommissarin Navi Pillay am Donnerstag in Genf. Dieser Diskriminierung versuchte die UN-Vollversammlung 1990 mit einer Konvention zum Schutz aller Wanderarbeitnehmer und ihrer Familienangehörigen entgegenzuwirken. Diese ist aber bis jetzt von nur 15 Ländern ratifiziert worden. Deutschland ist nicht darunter. Dabei erhöht sich stetig der Anteil an Migranten in der deutschen Bevölkerung. Im Jahre 2006 lebten laut dem Statistischen Bundestamt 7,3 Millionen Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit in unserem Land.

In Lateinamerika flüchten viele Menschen aus ihrer Heimat, weil die Lebensumstände schwierig bis hin zu lebensbedrohlich sind. In den USA zum Beispiel machen Einwanderer aus Lateinamerika die größte Gruppe unter den Migranten aus. Viele von ihnen gelangen illegal über die Grenze von Mexiko in die Vereinigten Staaten. Grobe Schätzungen der UNO geben an, dass jedes Jahr rund zweieinhalb bis vier Millionen Menschen illegal internationale Grenzen überqueren.

In diesem Jahr liegt ein besonderes Augenmerk auf Klimaflüchtlingen. Die Internationale Organisation für Migranten (IOM) fordert mehr Aufmerksamkeit für Migranten, die zum Beispiel auf Grund von extremen Dürren, Überschwemmungen und anderen Naturkatastrophen ihre Heimat verlassen müssen. IOM-Direktor William Lacy Swing ist der Meinung, dass gerade Entwicklungsländer auf internationale Unterstützung bei der Bewältigung der Migrationsströme angewiesen sind, denn hauptsächlich sie seien vom Klimawandel und dessen Auswirkungen betroffen. "Finanzielle Hilfen dürfen dabei jedoch nicht zu Lasten der bisherigen Entwicklungshilfen gehen."

Text: kna, jam

 

 

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<p class="MsoNormal">In Lateinamerika flüchten viele Menschen aus ihrer Heimat, weil die Lebensumstände schwierig bis hin zu lebensbedrohlich sind. In den USA zum Beispiel machen Einwanderer aus Lateinamerika die größte Gruppe unter den Migranten aus. Viele von ihnen gelangen illegal über die Grenze von Mexiko in die Vereinigten Staaten. Grobe Schätzungen der UNO geben an, dass<span class="zparagrnoline"> jedes Jahr rund zweieinhalb bis vier Millionen Menschen illegal internationale Grenzen überqueren.</span><o:p></o:p>

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<p class="MsoNormal">In diesem Jahr liegt ein besonderes Augenmerk auf Klimaflüchtlingen. Die Internationale Organisation für Migranten (IOM) fordert mehr Aufmerksamkeit für Migranten, die zum Beispiel auf Grund von extremen Dürren, Überschwemmungen und anderen Naturkatastrophen ihre Heimat verlassen müssen. IOM-Direktor William Lacy Swing ist der Meinung, dass gerade Entwicklungsländer auf internationale Unterstützung bei der Bewältigung der Migrationsströme angewiesen sind, denn hauptsächlich sie seien vom Klimawandel und dessen Auswirkungen betroffen. "Finanzielle Hilfen dürfen dabei jedoch nicht zu Lasten der bisherigen Entwicklungshilfen gehen."</span>