Peru |

20 Prozent der Kinder unter fünf Jahren sind unterernährt

Nach Zahlen der Statistikbehörde INEI waren im vergangenen Jahr mehr als 23 Prozent der peruanischen Kinder unter fünf Jahren unterernährt. Wie die Nachrichtenagentur Servindi berichtet, sind ungeachtet dessen, dass die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) erklärte, Peru habe die Milleniumsziele und die Vereinbarungen des Welternährungsgipfels erreicht, die Zahlen der Unterernährung bei Kindern weiterhin alarmierend.

So sind laut Studie im Departement Huancavelica 51 Prozent der Kinder chronisch unterernährt, das heißt, die Unterernährung ist von Dauer und nicht zeitlich auf eine konkrete Hungersnot beschränkt. Im Departement Cajamarca sind laut Studie 36 Prozent, in Loreto und Apurímac 32 Prozent, in den Departements Ayacucho und Amazonas 30 Prozent der Kinder betroffen. Die Angaben basieren auf der letzten Umfrage zu Bevölkerungsentwicklung und Familiengesundheit aus dem Jahr 2012.

Strukturelle Armut

Unter den indigenen Völkern im Amazonasgebiet sind Hunger und Unterernährung beständige Folge von struktureller Armut. Hierzu tragen auch Faktoren wie Umweltverschmutzung, Abholzung bzw. der Verlust von Tier- und Pflanzenbeständen bei.

Die FAO schätzt, dass etwa 30 Prozent der Bevölkerung weltweit durch Unterernährung oder Fehlernährung von Hunger betroffen sind. Laut Zahlen des UN-Kinderhilfswerks UNICEF leidet weltweit jedes vierte Kind an chronischer Unterernährung. Dies führe oft zu Beeinträchtigungen in der körperlichen und geistigen Entwicklung, so das Kinderhilfswerk. Drei Viertel der unterernährten Kinder leben in Südasien oder im südlichen Afrika.

Weltweit seien rund 842 Mio. Menschen von chronischem Hunger betroffen. Laut FAO leiden 81 der knapp 600 Millionen Menschen, die in Lateinamerika und der Karibik leben, Hunger. (bh)