Brasilien |

16 Menschen sterben bei Erdrutsch

Bei einem Erdrutsch in der brasilianischen Stadt Petropolis sind am Montag, 18. März, mindestens 16 Menschen ums Leben gekommen. In der Stadt im Norden von Rio de Janeiro regnete es in den vergangenen Tagen ungewöhnlich stark. Die lokalen Behörden maßen 300 mm Niederschlag. Dies sei mehr, als es normalerweise im Monat März regne. Der starke Regen hat den Erdrutsch in der bergigen Region ausgelöst. Ersten Angaben zufolge haben rund 50 Menschen ihre Häuser verloren. Auch für die kommenden Tage bleibt Petropolis einem extrem hohen Risiko ausgesetzt, da Meteorologen noch mehr Regen ankündigen.

Die Menschen der Stadt sind nicht das erste Mal Opfer einer solchen Katstrophe. Bereits im Jahr 2011 kam es durch anhaltenden Niederschlag zu einem Erdrutsch. Damals starben 900 Menschen. Lokalen Medien zufolge habe die Regierung nach diesem Unglück die vorgesehenen Sicherheitsmaßnahmen nicht vollständig umgesetzt. Petropolis gilt aufgrund der geographischen Begebenheiten generell als Stadt mit einem hohen Risiko.

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff hingegen wies in einer Stellungnahme der Presse darauf hin, dass das in Pertropolis installierte Frühwarnsystem funktioniere, die betroffenen Personen die Warnungen jedoch ignorieren. „Unser System warnt die Menschen rechtzeitig. Vielleicht ist es aber notwendig, drastischere Maßnahmen anzuwenden, wenn es darum geht, die entsprechenden Gefahrenzonen zu evakuieren“, so Rousseff. (aj)