Mexiko |

1,5 Mrd. Dollar zur Bekämpfung von Migrationsursachen

Minderjährige Migranten in einer mexikanischen Herberge planen ihre Reiseroute in die USA. Foto: Adveniat/Schmidt
Minderjährige Migranten in einer mexikanischen Herberge planen ihre Reiseroute in die USA. Foto: Adveniat/Schmidt

In einem bilateralen Abkommen haben Mexiko und Deutschland ein Hilfsprogramm zur Vorbeugung von Kindermigration aus mittelamerikanischen Staaten nach Mexiko und in die USA beschlossen. Wie die Nachrichtenagentur Notimex am Mittwoch, 6. April 2016, berichtet, stellen beide Staaten in für das Programm "Verbeugung von Migration von nichtbegleiteten Mädchen, Jungen und Jugendlichen aus dem nördlichen Dreieck Mittelamerikas" insgesamt 1,5 Milliarden US-Dollar zur Verfügung.

Der Vertrag, unterschrieben auf mexikanischer Seite vom Außenministerium und der nationalen Entwicklungsbehörde SEDESOL und von deutscher Seite durch die Regierungsbehörde "Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GmbH" (GIZ), sieht Direktinvestitionen in marginalisierten Gemeinden in El Salvador, Honduras und Guatemala vor. Unterstützt werde der Schulbesuch von Kindern vor Ort, "Unterstützung von Aktionen gegen die Ursachen von Migration", die "Bildung von Allianzen mit Akteuren aus den Gebieten" und die Reform der Gesetzgebung.

Laut SEDESOL würden in einer ersten Phase 6.100 Kinder in sechs Gemeinden direkt gefördert, wovon indirekt 30.000 Menschen in der Region profitieren würden, so die staatliche Nachrichtenagentur. Die Regierungen von Deutschland und Mexiko müssten "gute Praktiken zur Bekämpfung des Problems austauschen und Mechanismen der Inklusion und der sozialen Sicherheit aufbauen", erklärte die mexikanische Beamtin Vanessa Rubio. In den letzten Jahren wurden in Mexiko tausende Kinder aus dem verarmten Mittelamerika aufgegriffen, auch in den USA landeten tausende unbegleitete Minderjährige. (bb)