Brasilien |

140 Städte von starken Regenfällen betroffen

In den drei südöstlichen Bundesstaaten Rio de Janeiro, Espírito Santo und Minas Gerais Brasiliens sind rund 140 Städte von Überschwemmungen und Erdrutschen durch die außergewöhnlich starken Regefälle der letzten Wochen betroffen. 87 von ihnen haben gestern den Notstand ausgerufen. Bisher kamen nach Angaben der brasilianischen Behörden sieben Menschen ums Leben und 43.000 Brasilianer haben ihre Häuser und Wohnungen verloren.

Am gestrigen Morgen brach in der Stadt Campos de Goytacazes im Bundesstaat Rio de Janeiro der Deich, der die dortige Bevölkerung vor dem ansteigenden Wasserpegel des Flusses Muriaé beschützen sollte. Die 4.000 Bewohner des nahe gelegen Armenviertels mussten evakuiert werden. Die Behörden der Stadt gaben an, dass das Niveau des Flusses zwischen 3,5 und vier Meter angestiegen ist. Durch die Wassermassen brach weiterhin eine der Hauptstraßen der Stadt auseinander.

Die brasilianische Präsidentin Dilma Roussef hat aufgrund der Schwere der Situation ihren Urlaub vorzeitig abgebrochen. Sie wolle die Hilfsaktionen in den drei Staaten persönlich koordinieren, hieß es seitens der Regierung. Bereist am 3. Januar hatte die Regierung 450 Millionen Reais (ca.245 Millionen US-Dollar) für die Soforthilfe bereit gestellt. Besonders Nahrung, frisches Trinkwasser und Matratzen würden in den betroffenen Orten dringend gebraucht. (aj)