Kolumbien |

13 Soldaten sterben bei FARC-Angriff

Bei einem Angriff von FARC-Rebellen sind am vergangenen Wochenende, 24./25. August, in der ostkolumbianischen Provinz Arauca mindestens 13 Soldaten ums Leben gekommen. Dies gab das kolumbianische Militär am Sonntag, 25. August, bekannt. „Bei einem terroristischen Angriff durch die FARC sind zwei Offiziere und elf Soldaten getötet worden, ein weiterer wurde verletzt“, hieß es in dem offiziellen Statement der Streitkräfte. Angeblich seien die Soldaten in einen Hinterhalt gelockt worden. Dies ist bereits der zweite Angriff innerhalb kurzer Zeit in Arauca. Erst letzten Monat kamen dort 15 Soldaten ums Leben. Die aktuelle Attacke fiel in eine Pause der Friedensverhandlungen zwischen der FARC und der kolumbianischen Regierung.

Friedensgespräche nach zweitägiger Pause wieder aufgenommen

Die Friedensgespräche zwischen der FARC und der kolumbianischen Regierung waren am 23. August von Seiten der Rebellen unterbrochen worden. Die FARC hatte um eine Pause gebeten, um den Vorschlag des kolumbianischen Präsidenten Juan Manuel Santos, ein Referendum über das eventuelle Friedensabkommen abzuhalten, zu beraten. Die Regierung hatte ein Abhalten der Volksbefragung zeitgleich mit den Präsidentschaftswahlen im März 2014 vorgeschlagen. Auch nach der eingängigen Beratung am vergangenen Wochenende lehnte die FARC bei der Wiederaufnahme der Gespräche am Montag, 26. August, diesen Vorschlag kategorisch ab. Die Rebellen halten das Friedensabkommen für zu umfangreich, um ein Referendum durchzuführen und fühlen sich weiterhin in der Entscheidungsfindung übergangen. Santos hatte den Vorschlag bereits letzte Woche zur Abstimmung im Kongress vorgelegt. Die FARC schlägt stattdessen eine verfassungsgebende Versammlung vor, die das Abkommen absegnen soll.

Seit dem Beginn der Friedensgespräche im Oktober 2012 konnten die Regierung und die FARC den ersten von sechs Punkten auf der Agenda erfolgreich abschließen. Die beiden Parteien einigten sich Ende Mai auf eine umfassende Landreform. Derzeit wird die mögliche politische Partizipation der FARC verhandelt, bevor die Gespräche sich der Opferfrage widmen. Die Ratifizierung des eventuellen Friedensabkommens hat in den letzten Wochen immer wieder für Konflikte gesorgt. (aj)