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12 Sklavenarbeiter auf Fischereibooten befreit

Dem brasilianischen Arbeitsministerium ist ein wichtiger Schlag gegen Sklavenarbeit gelungen. In der Nähe der Stadt Codajás im Bundesstaat Amazonas konnten zwölf Menschen von Fischereibooten befreit werden, die sklavenähnliche Arbeit verrichtet hatten. Die in dieser Form erstmals durchgeführte Aktion war zwei Monate lang vorbereitet worden. Beteiligt waren fünf Steuerprüfer aus unterschiedlichen Regionen Brasiliens. Für den Coup musste die Gruppe den Rio Solimões von Manaus bis ins 450 Kilometer entfernte Codajás befahren, unterstützt von Spezialpolizeikräften des Bundesstaates Amazonas.

Arbeiter wie Vieh gehalten

Bei der Kontrolle eines der inspizierten Boote wurde außerdem illegal transportiertes Holz gefunden. Auf dem Boot schufteten drei Arbeiter unter entwürdigenden Umständen. Sie bekamen kein Trinkwasser und mussten auf dem Boden und aus dem gleichen Topf essen. Den Eigentümern der Boote drohen Gefängnisstrafen. Die Aktionen werden unter Beteiligung der regionalen Kontrollinstanzen fortgesetzt, um sicherzustellen, dass im Fischfang anständige Arbeitsbedingungen herrschen. (bs)

Quelle: agencia pulsar